LensEU #18: Ist Europa krisenfest? (Kommt darauf an, wo Sie wohnen)
Shownotes
Zum Inhalt dieser Folge:
Correctiv hat alle 401 Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland zu ihrer Krisenvorsorge befragt. Die Ergebnisse zeigen Lücken bei Notfallplänen, Personal, Schutzräumen und der Vorbereitung auf länger andauernde Stromausfälle. Außerdem kommen Einsatzkräfte und ein Bürgermeister aus der Ukraine zu Wort und erzählen von ihren Erfahrungen. Unsere Kollegin Cátia Vilaça vom portugiesischen Medium Gerador berichtet über die Folgen schwerer Stürme in Portugal, und der polnische Sicherheitsexperte und Autor Michał Piekarski von Oko.press spricht über die Bemühungen, die Krisenvorsorge wieder aufzubauen.
Die zentrale Botschaft ist klar: Wir sollten nicht warten, bis eine Krise eintritt, um zu handeln. Wir müssen uns rechtzeitig vorbereiten und aus den Erfahrungen anderer lernen.
Was ist lensEU? Sieben Medienpartner aus der Europäischen Union produzieren ab sofort jede Woche einen Podcast und einen Newsletter in fünf Sprachen.
Die Partnermedien sind: LensEU wird von OKO.press aus Polen koordiniert. Weitere Partner sind Die Presse aus Österreich, CORRECTIV aus Deutschland, Telegram.hr aus Kroatien und TVNET aus Lettland. Unterstützt wird das Projekt von der internationalen Nachrichtenagentur AFP aus Frankreich, ENEX aus Luxemburg und Mainspring aus Österreich.
KI-Hinweis: Die Podcastfolgen in der Originalsprache werden mit dem Übersetzungstool Eleven Labs in mehrere Sprachen übersetzt, so auch auf Deutsch.
Unterstützt wird das Projekt von der Europäischen Union im Rahmen des Programms Multimedia Actions. Alle englischen Folgen abrufbar sind auch hier auf The Audio Marketplace.
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Das vollständige Transkript dieser Folge auf Deutsch findet ihr hier.
Transkript anzeigen
00:00:00: Wie gut ist seine Wohngegend auf eine Krise vorbereitet?
00:00:03: Was passiert, wenn nach einer Hitzewelle schwere Überschwemmungen folgen und plötzlich der Strom ausfällt – wenn Kommunikationsnetze zusammenbrechen oder ein gezielter Sabotage-Akte hintersteckt.
00:00:15: Angesichts zunehmender Klimafolgen geopolitischer Spannung und des Krieges in Europa wird Krisenvorsorge auf dem gesamten Kontinent immer wichtiger!
00:00:23: Doch wie gut sind die Länder und ihre Kommunen auf den Ernstfall
00:00:27: vorbereitet?!
00:00:28: Darüber gibt es bislang nur wenig öffentlich zugängliche Informationen.
00:00:32: Und deshalb haben wir bei den lokalen Behörden nachgefragt, in einem Ernstfall zählt was vor Ort vorbereitet ist und auch ob wir selbst wissen wie wir uns und andere schützen können.
00:00:44: Darum geht es in dieser Folge von Lens EU.
00:01:07: Ich bin internationale Reporterin bei Korrektiv und Teil vom Korrektor Firo.
00:01:11: Gemeinsam mit lokalen und freien Medienschaffenden aus ganz Europa recherchieren wir zu Themen, die nationale Grenzen überschreiten – und uns alle betreffen!
00:01:21: Die vergangenen Monate haben einmal mehr gezeigt.
00:01:24: Klimafolgen- und geopolitische Spannungen betreffend ganz Europa und prägen aktuell die Nachrichten, die Politik und in manchen Regionen auch den Alltag der Menschen.
00:01:34: Deshalb haben wir uns gefragt, wie gut die Bevölkerung eigentlich geschützt ist, wenn es ernst wird.
00:01:39: Und weil wir unsere Recherchen möglichst mit Zahlen erzählen, haben wir zunächst genau danach gesucht – am liebsten auf lokaler Ebene, wie wir es gewohnt sind!
00:01:48: Bei der Krisenvorsorge sind wir allerdings auch ein Problem gestoßen.
00:01:51: Es gab kaum öffentlich zugängliche Daten dazu, wiegut auf den Ernstfall vorbereitet ist.
00:01:57: Deshalb haben Mit einem Fragenkatalog wollten wir herausfinden, welche Vorkehrungen bestehen und wo es Lücken gibt.
00:02:05: Für Deutschland zeigt sich bereits, dass es zwar zahlreiche Strukturen des Bevölkerungsschutzes gibt – doch wie gut Menschen im Ernstfall geschützt sind hängt wesentlich davon ab, wo sie
00:02:15: leben.".
00:02:18: Wie wir zu diesem Ergebnis gekommen sind?
00:02:20: Wir wollten wissen, wie's um die Krisenvorsorge und damit um die Sicherheit der Bevölkerung in Europa tatsächlich steht!
00:02:27: Das Problem hatten wir ja gerade schon.
00:02:29: Es gibt vergleichsweise wenig öffentlich zugängliche Daten, also dachten wir uns wenn es keine Daten gibt dann fragen wir die einfach an.
00:02:37: Tja!
00:02:38: Leider sprechen wir bei Korrektiv nicht alle Landessprachen Europas.
00:02:42: und nein ich konnte meine Redaktion auch nicht bitten sich einfach ein Jahr lang von allen anderen Themen frei zu nehmen und bei den lokalen Behörden in ganz Europa nachzufragen.
00:02:52: aber zum Glück gibt das Ja das Korrective Europe-Netzwerk Und damit gibt es Kolleginnen und Kollegen in vielen europäischen Ländern, die genau dort recherchieren können, wo wir selbst nicht vor Ort sind.
00:03:03: Bevor wir sie uns mitmachen bitten konnten, brauchten wir erst einmal die richtigen Fragen – dafür haben wir mit Fachleuten gesprochen.
00:03:11: In die Entwicklung unseres Fragebogens sind außerdem Gespräche mit Mitarbeitenden aus Kommunen, der Bundeswehr und aus den Notfall- und humanitären Hilfe eingeflossen.
00:03:28: So ist über anderthalb Jahre Schritt für Schritt der Fragebogen entstanden, der möglichst konkret abbildet wie gut Kreise auf unterschiedliche Krisensituation vorbereitet sind ohne zu viel sensible Informationen preiszugeben.
00:03:42: Ob das nämlich eigentlich okay ist, über diese Information in der Öffentlichkeit zu sprechen?
00:03:46: Darüber gab es nämlich ziemlich viele Uneinigkeit – aber dazu später mehr!
00:03:51: Ich erspare euch jetzt die fast fünfzig Fragen aus dem Bogen.
00:03:54: Aber wir wollten zum Beispiel wissen, gibt es einen Handlungsplan für den Ernstfall und wird er auch tatsächlich umgesetzt?
00:04:01: Wie wird die Bevölkerung im Notfall gewarnt?
00:04:04: Gibt es Schutzräume?
00:04:05: Wie steht es um die Ausstattung?
00:04:07: Und wie um die Finanzen?
00:04:08: sind die Zuständigkeiten geklärt, und zwar auch für den Fall dass wichtige Personen krank sind.
00:04:14: Und werden Menschen berücksichtigt, die in einer Krise besondere Unterstützung benötigen – etwa ältere Menschen, chronisch kranke oder Menschen mit Behinderung?
00:04:23: Diesen Fragenbogen haben wir bei Korrektiv anschließend in Deutschland und der Schweiz an die lokale Ebene verschickt.
00:04:29: In Deutschland haben wir alle vierhundert-undeins Landkreise im kreisfreie Städte angeschrieben.
00:04:35: In der Schweiz waren es zwei Tausend Einhundert und zehn Gemeinden.
00:04:40: Und auch erste Kolleginnen und Kollegen aus unserem europäischen Netzwerk haben die Fragen bereits an lokale Behörden in ihren Ländern geschickt!
00:04:48: Wenn du selbst Journalistin oder Journalist bist, und Lust hast diese Recherche gemeinsam mit uns – auch in anderen Ländern Europas voranzutreiben – dann schreibe mir gerne eine Mail.
00:04:58: Die Adresse findest du auf der Homepage von Korrektiv & in den Schornhauts.
00:05:09: Bevor wir uns einige der Ergebnisse genauer anschauen, lohnt sich ein kurzer Blick auf das System dahinter und darauf wie es funktioniert.
00:05:17: Denn auch wenn es bei Krisenversorge bei der Bewältigung und dem Schutz der Bevölkerung internationale Zusammenarbeit gibt sind die grundlegenden Strukturen und Zuständigkeiten in Europa vor allem national organisiert.
00:05:30: Wenn wir jetzt bei Deutschland bleiben, baut sich das System von unten nach oben auf!
00:05:35: Die Verantwortung liegt zunächst dort wo eine Krise passiert – bei den Kommunen.
00:05:39: Dort arbeiten Krisenstäbe mit kommunalen Wahlbeamten, also beispielsweise der Oberbürgermeisterin sowie der Feuerwehr-, Rettungsdiensten und weiteren Hilfsorganisation zusammen.
00:05:49: Wenn eine Lage vor Ort nicht mehr bewältigt werden kann wird die nächste Ebene eingeschaltet – zunächst der Landkreis dann das Bundesland und anschließend der Bund.
00:06:00: Bei besonders großen Schadenslagen können zusätzlich Kräfte des Bundes oder auch internationale Hilfe hinzukommen etwa wie bei den Waldbränden in der Sächsischen Schweiz, wo unter anderem Kräfte aus Tschechien, Polen des Slowakei und Schweden unterstützen.
00:06:14: Oder bei der Flugkatastrophe im Ahrtal – bei der unter andermem Einsatzkräfte aus Luxemburg zur Hilfe kam.
00:06:20: Das bedeutet aber auch, wie gut der Bevölkerungsschutz funktioniert hängt ganz wesentlich davon ab, wie die Strukturen vor Ort vorbereitet sind!
00:06:33: Und die Anforderungen an diese Strukture verändern sich Extremwetterereignisse, geopolitische Spannungen – der Krieg in der Ukraine macht deutlich wie wichtig der Schutz der Bevölkerung und kritische Infrastruktur ist.
00:06:45: Was passiert wenn der Stromlänge ausfällt?
00:06:48: Kommunikationsnetze zusammenbrechen oder mehrere Krisen gleichzeitig auftreten?
00:06:53: Wo finden Menschen Schutz und wie können Einsatzkräfte die Versorgung aufrechterhalten?
00:06:57: Den Krisen lassen sich immer schwerer voneinander trennen!
00:07:00: Ein Stromausfall kann die Folge eines Unwetters, eines technischen Defekts oder eines gezielten Angriffs sein.
00:07:06: Und egal wodurch er ausgelöst wird für die Menschen vor Ort braucht es zunächst dieselben Strukturen Warnsysteme Notfallpläne Einsatzkräfte und Orte an denen sie Hilfe bekommen.
00:07:17: Lange war die Aufgabenteilung dabei recht eindeutig.
00:07:20: Der Katastrophenschutz kümmert sich um Naturkatastrophen und andere zivile Schadenslagen, also etwa Hochwasser, Waldbrände, schwere Unwetter, großflächige Stromausfälle oder andere Ereignisse die das Leben und die Versorgung der Bevölkerung erheblich beeinträchtigen ohne dass ein militärischer Konflikt vorliegt.
00:07:40: Der Zivilschutz soll dagegen die Bevölkerung im Spannungs- oder Verteidigungsfall schützen – bei Krieg.
00:07:47: Jetzt wird es kurz ein bisschen kompliziert!
00:07:49: Der Spannunsfall bezeichnet dabei eine besondere verfassungsrechtliche Lage.
00:07:53: Er tritt ein, wenn Deutschland nach den Umständen von außen bedroht ist – ohne dass bereits ein Verteidigungsfall vorliegt.
00:08:01: Und der Verteiligungsvoll liegt vor, wenn das Land mit Gewalt bewaffnet angegriffen wird oder ein solcher Angriff unmittelbar droht.
00:08:11: Beide Situationen betreffen damit die staatliche Vorbereitung und die Reaktion auf einen militärischen
00:08:17: Konflikt.".
00:08:18: Also der Katastrophenschutz ist für zivile Krisen da, der Zivilschutz für alles rund um Krieg.
00:08:24: Aber in der Praxis lassen sich diese Bereiche jedoch immer schwerer voneinander trennen – ein Cyberangriff oder eine Sabotage an kritischer Infrastruktur kann beispielsweise einen Stromausfall auslösen und zugleich Teil einer Hybride-Auseinandersetzung sein, aber so aussehen wie eine Klimafolge!
00:08:43: Für Deutschland bedeutet das, Länder und Kommunen müssen sich auf häufigere und intensivere Extremwetterlagen einstellen.
00:08:50: Gleichzeitig muss der Zivilschutz nach Jahrzehnten des Abbaus wieder gestärkt und modernisiert werden.
00:08:56: Und genau deshalb wollten wir wissen wie gut sind die Strukturen heute tatsächlich aufgestellt?
00:09:02: Wie gut sind Menschen vor Ort im Erstfall geschützt?
00:09:11: Bevor wir uns anschauen, was bei den Antworten der Landkreise und kreisfreien Städte bei unserer Recherche herausgekommen ist, müssen wir noch kurz über die Grenzen sprechen.
00:09:21: Insgesamt haben nämlich twohundertsechzig Landkreis- und kreiisfreie Städter uns inhaltliche Antworten geliefert – also nicht vierhunderteins!
00:09:31: Und das heißt unsere Ergebnisse bilden nicht ganz Deutschlander.
00:09:35: Und die, die geantwortet haben, haben teilweise nicht auf jede einzelne Frage geantwortete….
00:09:40: Das heißt, aus den Ergebnissen können wir auch keine Rangliste der Orte erstellen.
00:09:45: Hinzu kommt – ob ein Kreis oder eine kreisfrei Stadt gut auf eine Krise vorbereitet ist hängt auch davon ab welche Risiken sie ausgesetzt ist wie groß sie ist wo sie liegt und welcher Ressourcen ihr zur Verfügung stehen.
00:09:58: Eine pauschale Antwort gibt es da einfach nicht.
00:10:01: Trotzdem ist die Datenerhebung besonders Denn Sie gibt das erste Mal einen bereitenden Einblick darin wie zwei Drittel der Kreise in Deutschland selbst den Stand ihrer Krisenvorsorge einschätzen.
00:10:14: Aber kommen wir zu den Ergebnissen!
00:10:16: Eine unserer wichtigsten Fragen war, gibt es einen Plan für den Ernstfall und wird er auch umgesetzt?
00:10:23: Zweihundertdrei Landkreise und kreisfrey Städte gaben an ein solchen Plan zu haben – doch jetzt kommt der Haken, denn nur gut die Hälfte davon gibt an dass sie bereits Maßnahmen aus solch einem Plan umgesetzt haben….
00:10:36: Und thirty-eight Orte haben in der Anfrage angekreuzt, keine konkrete Planung vorliegen zu haben.
00:10:42: Bei den übrigens hundertsechzig ist unklar ob überhaupt einen existiert denn sie haben keine Angaben gemacht.
00:10:49: Solche Pläne sollen regeln wer im Ernstfall welche Aufgaben übernimmt und wie Behörden und Einsatzkräfte die Bevölkerung schützen.
00:10:56: Dabei dürfen wir nicht vergessen ein Plan alleine reicht nicht!
00:10:59: Zuständigkeiten müssen klar sein Einsatzkräfte verfügbar und kommunikationsfähige Funktionsfähigkeit Auch wenn Strom, Mobilfunk oder Internet ausfallen.
00:11:09: Oder wenn es an Weihnachten an drei Orten gleichzeitig brennt.
00:11:15: Warum das immer wichtiger wird zeigt auch der Blick auf Klima-Folgen.
00:11:19: Gut dreiviertel der Kommunen die inhaltlich geantwortet haben äußerten sich auch dazu.
00:11:25: Die meisten rechnen damit dass der Klimawandel extrem Wetter verstärkt und dadurch höhere Kosten entstehen.
00:11:31: Besonders Starkregen Stürme Hitzewellen Überschwemmungen und Dürren gelten als wachsende Risiken.
00:11:37: Ein großer Teil der Kreise rechnet also damit, dass solche Krisen künftig häufiger oder schwerwiegender werden könnten.
00:11:44: Umso wichtiger ist es, Krisenpläne nicht nur zu erstellen sondern sie regelmäßig zu aktualisieren und sie zu üben Denn wenn eine Krise eintritt muss klar sein wer handelt Und die Strukturen müssen funktionieren.
00:12:00: Die Planung ist nicht das einzige Problem auf das die Kreise hingewiesen haben.
00:12:05: Aufholbedarf sehen Sie unter anderem bei der Anzahl, aber auch bei den Strukturen des schon bestehenden Personals.
00:12:11: Bei der Vorbereitung auf länger anhaltende Stromausfälle und bei den Finanzen.
00:12:17: Beim Geld haben wir noch mal stärker nachgehakt.
00:12:20: Nur forty- acht Kommunen gaben an, dass sie davon ausgehen notwendige Maßnahmen vollständig finanzieren zu können – drei Ninzig sagen, dass die denken zumindest einen Teil der Kosten tragen zu können Und fünfzig sehen sich dazu überhaupt nicht in der Lage.
00:12:35: Die übrigen machten keine Angaben, viele Kommunen erkennen also die Risiken doch ob sie den notwendigen Maßnahmen umsetzen können hängt oft an fehlendem Geld und Personal.
00:12:47: Ergebnis der Anfrage findet ihr auf der Korrektiv-Themen Seite.
00:12:51: Den Link setzen wir euch in den Show notes.
00:12:58: Wie wichtig die Vorbereitung ist zeigt ein Beispiel aus dem Rheingau Taunuskreis in Hessen.
00:13:05: Dort mussten Einsatzkräfte im vergangenen Sommer mehrfach gegen Vegetationsbrände kämpfen.
00:13:11: Einige Einsätze dauerten Tage, auf mehr als thirty-fünftausend Quadratmetern waren insgesamt rund ein tausend fünfhundert Einsatzkräften im Einsatz – der Großteil ehrenamtlich!
00:13:23: Ein Tausend Fünfhundert Menschen.
00:13:26: Das klingt nach einer beeindruckenden großen Zahl… das ist sie auch.
00:13:30: Das sind etwa fünfundfünfzig vollbesetzte Klassenzimmer oder dreizig große Reisebusse.
00:13:36: Doch diese Zahl erzählt nur einen Teil der Geschichte, denn die Einsatzkräfte stehen nicht alle gleichzeitig und dauerhaft zur Verfügung – und das muss beachtet werden!
00:13:45: Denn wer stunden- oder tagelang bei hohen Temperaturen arbeitet braucht Pausen, man braucht Schlaf und Verpflegung.
00:13:55: Gleichzeitig muss der Grundschutz weiter funktionieren.
00:13:58: Auch während eines Großbrandes kann jederzeit ein Wohnungsbrand ausbrechen, einen Verkehrsunfall passieren oder einen medizinischen Notfall eintreten – eine Großlage kann deshalb das gesamte System an seine Belastungskränze bringen.
00:14:13: Das Ehrenamt ist eines der wichtigsten Ressourcen wenn es um Krisenbewältigung geht.
00:14:18: Deshalb haben wir's auch in unserer Anfrage mit aufgenommen!
00:14:21: Und hundertunddreißig Landkreise und kreisfreie Städte gaben an, dass die Versorgung mit ihren amtlichen Personal gesichert sei.
00:14:29: Fünfundsechzig bezeichneten sie als teilweise gesicherd – bei weiteren zwanzig war diese Situation aber ungeklärt.
00:14:37: Von dem Rest der Kreise haben wir wieder keine Antwort erhalten.
00:14:41: Wir sind also auch Freiwillige angewiesen!
00:14:43: Doch wenn Waldbrand, Hochwasser und Stromausfall gleichzeitig auftreten, können nicht dieselben Ehrenamtlichen an mehreren Stellen gleichzeitig sein.
00:14:52: Auch die Ausstattung kann zum Problem werden – bei großflächigen Vegetationsbränden muss Löschwasser teilweise über mehrere Kilometer transportiert werden.
00:15:00: Dafür braucht es ausreichend Wasser, geeignete Fahrzeuge.
00:15:05: Das Beispiel aus dem Landkreis zeigt, wie komplex so eine Krise sein kann und dass man damit rechnen muss, das sie länger dauern kann als die verfügbaren Ressourcen reichen.
00:15:15: Vor Ort ist noch mal alles gut gegangen – aber auch nur weil es eine gute Planung gab.
00:15:21: Und die braucht es!
00:15:22: Es braucht nicht nur flexible Krisenpläne sondern auch genügend Personal, geeignete Ausrüstungen und funktionierende Teams um Sie über Tage hinweg einzusetzen ohne den alltäglichen Schutz der Bevölkerung zu vernachlässigen.
00:15:35: Bei Personal, Finanzierung und einsatzbaren Strukturen sehen viele Kommunen selbst erheblichen Aufholbedarf –.
00:15:41: mehr zu den Herausforderungen der Krisenvorsorge im Lokalen und zum Fall aus dem Rheingau-Taunuskreis findet ihr auf der Themeseite von Korrektiv.
00:15:50: Dort erfahrt ihr auch wo die Verantwortlichen vor Ort den größten Handlungsbedarf sind.
00:15:55: Den Link findet ihr in den Schaunurts.
00:16:00: Auch beim Thema Schutzräumer hat sich die Perspektive in Deutschland und Europa verändert.
00:16:05: Wenn sie Rehen heulen, ein Unwetter aufzieht oder einen Angriff droht stellt sich die Frage wo können Menschen Schutz finden?
00:16:13: Und eben wo – das hängt von der Gefahr ab!
00:16:15: Bei Hitze können Bibliotheken- oder Museumenschutzbieten bei Sturm- und Hochwasser höhergelegene Gebäude Bei einem bewaffneten Angriff oder einer CBRN-Gefahr, also einer chemischen, biologischen, radiologischen oder nuklearen Bedrohung braucht es entsprechend geschützte Räume.
00:16:33: In Deutschland wird es beim Thema Schutzräume allerdings schnell dünn – das zeigt auch unsere Anfrage!
00:16:38: Viele der Landkreise und kreisfreien Städte wollten sich gegenüber korrektiv dazu nicht konkret äußern.
00:16:44: Als Grund natten sie Sicherheitsbedenken.
00:16:46: Dabei wollten wir gar nicht wissen wo einzelne Schutzräumel liegen sondern ob es sie gibt?
00:16:51: wie viele Plätze sie bieten und ob sie im Ernstfall nutzbar sind.
00:16:55: Doch wir haben Angaben des Bundesarms für Bevölkerungsschutz- und Katastrophenhilfe bekommen – kurz von dem BBK!
00:17:02: Und das gibt an, dass es in Deutschland noch fivehundertneunundsiebzig Anlagen, die formal dem Zivilschutz gewippt mit sind, gibt.
00:17:10: Sie bieten wohl rund vierhundertachtensiechtausend Schutzplätze….
00:17:14: Bei mehr als thirty- acht Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern reicht das rechnerisch für weniger als ein Prozent der Bevölkerung.
00:17:22: Aber selbst diese Schutzräume sind laut BBK derzeit weder Funktions noch einsatzbereit, da wir davon aber nicht vergessen, dass auch vorhandener Gebäude Schutz bieten können – etwa Tiefgaragen, U-Bahnstationen oder Kellerräume.
00:17:36: Manche Orte in Deutschland beginnen bereits kühle Rückzugsorte für besonders heiße Tage zu erfassen.
00:17:41: Bund und Länder arbeiten außerdem an einem neuen Schutzraumkonzept.
00:17:45: Geplant sind unter anderem eine bundesweite Erfassung geeigneter Schutzorte, ein digitales Verzeichnis.
00:17:52: Neue Schutzräume zu bauen wäre da gegen teuer und würde Jahre dauern.
00:17:57: Kurzfristig geht es also vor allem darum, vorhandene Möglichkeiten besser zu nutzen!
00:18:02: Aber wenn wir ins Ausland schauen – zum Beispiel nach Finnland zeigt sich was eigentlich möglich ist….
00:18:08: Dort gibt es rund vier Komma acht Millionen Schutzplätze bei etwa fünf Komma sieben Millionen Einwohnerinnen und Einwohner.
00:18:14: Also ganz schön viel!
00:18:16: Außerdem werden manche der Schutzräume auch im Alltag genutzt, beispielsweise als Sport- oder Freizeiteinrichtung – Sie können bei unterschiedlichen krissen Schutzbieten ohne dauerhaft leer stehen zu müssen.
00:18:27: Doch es reicht nicht, dass Schutzmöglichkeiten vorhanden sind….
00:18:31: Die Menschen müssen auch wissen wo sie den Schutz finden und wie sie sich im Ernstfall verhalten sollen….
00:18:37: In anderen europäischen Ländern gehört es deshalb selbstverständlich zu Krisenversorge, die Bevölkerung darüber zu informieren.
00:18:44: Denn wie wir wissen Behörden und Einsatzkräfte können nicht überall gleichzeitig sein – eine informierte Bevölkerung weiß was sie selbst tun kann und trägt dazu bei dass auch die Gesellschaft in einer Krise handlungsfähig bleibt!
00:19:02: Was den Schutz der Bevölkerung und das Aufrechterhalten einer Grundversorgung im Ernstfall angeht, können wir in Deutschland und anderen Ländern von Orten wie der Ukraine lernen.
00:19:13: Leider!
00:19:13: Denn dort herrscht ja seit Jahren Krieg.
00:19:15: Wir haben André Sadové dem Bürgermeister von Lviv nach seinen Erfahrungen gefragt – worauf kommt es an wenn es um den Schutz?
00:19:26: Wir haben auch die Civilian-Krise, das Klima-Krisen und eine große Erfahrung über den Militärkrisen.
00:19:37: Die Resonanz der russischen Vollinvasion hatte heute sehr kleine Informationen über diesen Thema fünf Jahre russische Vollinvention.
00:19:49: Wir müssen unsere Städte für neue Realität präsentieren.
00:19:54: Der russisch-ukranische Krieg ist... eine große Bedeutung zwischen dem totalitätssystem und dem demokratischen System.
00:20:01: Und heute protecten die ukrainischen Menschen nicht nur der ukrainische Wettbewerb, sondern auch der Demokratie in der Ukraine, in Europa.
00:20:11: In
00:20:11: diesem Moment gibt es noch fünf tausende Citizens of Reviews auf der Frontlinie.
00:20:16: Alle Familien sind zur Frontlinien gelaufen.
00:20:18: Das ist unsere Realität, das ist unser Leben.
00:20:22: Krisen, Probleme, Lösungen... Und alle Zeiten denken über die Zukunft und Präparung.
00:20:29: Die Krise kommt zusammen, und alle Zeiten muss man über den Plan B denken.
00:20:35: Man muss verstehen, dass Kommunikation und Vertrauen auch eine kritische Infrastruktur sind.
00:20:42: Präsentiert ein
00:20:44: Team für eine neue unbedeutungsvolle Situation?
00:20:47: Das ist mein kleiner Hinweis auf europäische Kollegen.
00:20:53: All the time we must believe that we will have victory.
00:20:59: André Cédévi betont, dass es auf Kommunikation ankommt – für ihn ist Kommunikations ebenso eine Ressource wie genug Personal zu haben, Notstromaggregate oder Einsatzwagen.
00:21:11: Das was die Stadt und das Land in den vergangenen Jahren lernen mussten, teilen sie inzwischen auch mit anderen Städten.
00:21:19: Die Stadt wurde im Rahmen der UN-Initiative Making Cities Resilient, als Resiliance Hub ausgezeichnet.
00:21:28: Über das Leviv Resilience Hub Programm unterstützt sie andere Gemeinden dabei ihre Krisenvorsorge zu verbessern und voneinander zu lernen.
00:21:36: Leviv liegt im Westen der Ukraine!
00:21:39: etwa achtzig Kilometer von der polnischen Grenze entfernt.
00:21:42: Obwohl auch diese Stadt regelmäßig von Russland angegriffen wird, ist sie zugleich ein wichtiger Zufluchtsort für Binnenvertriebene aus anderen Landesteilen.
00:21:52: Wie Städte unter Kriegsbedingungen ihre Bevölkerung schützen und die Versorgung aufrecht erhalten können?
00:21:58: Darüber haben wir mit Alexandre Sienkiewicz gesprochen – dem Bürgermeister von Mikolajews.
00:22:05: Die Stadt liegt im Süden der Ukraine, nahe dem Schwarzen Meer.
00:22:09: Zu Beginn der russischen Invasionen in den Russischen Vormarsch konnten ukrainische Truppen auf Mikolajev stoppen und so auch ein weiteres Vorrücken in Richtung Odessa verhindern.
00:22:21: Bis heute ist der Ort russischer Raketen- und Drohenangriffen ausgesetzt.
00:22:26: Angriffe auf die Energieversorgung und andere kritische Infrastruktur gefährden die Bevölkerung.
00:22:31: Gleichzeitig muss die Stadt den Alltag aufrecht erhalten und zerstörte Infrastruktur wieder aufbauen.
00:22:37: die Effekte für die Geldsicherheit, der Ökologie usw.
00:22:50: Das ist warum wir alle die kritische Infrastruktur bezentralisieren wollen.
00:23:05: Aber am besten ist es eine große Vulnerabilität, weil man mit einem Wasserstoff oder einer Elektronik oder einer Städtentwicklung, das den ganzen Stadt betrifft, immer mehr ökologisch besser ist.
00:23:23: Es ist mehr effizient, aber gleichzeitig kann man in einem Denkmal attackieren.
00:23:30: Diversifikation ist der Weg, um mehr Resilien zu sein.
00:23:35: Man muss also im Mittwoch sein.
00:23:39: Das wichtigste ist, dass die Leute wissen was zu tun ist.
00:23:41: Da gibt es keine Panik
00:23:42: oder Lichter.
00:23:42: Wir equifizieren die Wasserspots mit den Solarpanel, mit den Batterien und den Dieselgeneratoren.
00:23:48: In dem worsten Fall von einem langen Termin wie ein paar Wochen oder zwei Wochen im Blackout werden Menschen jemals sechs Stunden pro Tag, drei Uhr am Morgen und drei Uhr im Abend arbeiten.
00:23:57: Das ist eine menschliche Natur.
00:23:59: Wir glauben nicht, dass etwas passieren könnte, bis es mit uns passiert.
00:24:04: Ich will nicht sagen, dass man jeden Tag auf der Radio oder TV sagt, dass wir für die Waffe bereit sein müssen.
00:24:10: Aber trotzdem muss man für Disaster vorbereitet werden.
00:24:13: und das zweite ist, dass du die Leute vorbereitest, was zu tun ist, wo ein Schalter zu finden ist, wie ein Wasser zu finden.
00:24:20: Wir sehen diese Disasters in Europa in Fluts und Earthquakes.
00:24:24: Wenn du denkst, es wird ohne dich sein oder du schaffst es, das bedeutet, dass sie nicht bereit sind.
00:24:29: Und Presse-Media sollte die Menschen beendet werden?
00:24:35: Ich denke, dass die main role of society is to demand a beast preparedness and explain how people react because panic is the second biggest enemy after disasters.
00:24:51: I wish that you never had the war in your country like we have it in Ukraine.
00:24:56: Learn from us!
00:24:57: Only fools learn from their own experience.
00:25:00: smart people learn from others.
00:25:03: Aus den Erfahrungen der ukrainischen Stadt lassen sich wichtige Lehren für die Krisenvorsorge ziehen.
00:25:08: Alexandre Sinkiewicz betont, wie wichtig es ist, kritische Infrastruktur nicht zu stark zu zentralisieren – denn wenn eine zentrale Wasserleitung ein Kraftwerk oder ein Heizwerk ausfällt kann das weit reichende Folgen haben.
00:25:23: Deshalb setzt sie statt zunehmend auf dezentrale Lösungen, alternative Versorgungswege Etwa zusätzliche Wasserkwellen, Notstromaggregate und kleinere Heizwerke.
00:25:34: Und wie dringend das ist zeigt beispielsweise die Wasserversorgung – nachdem russische Angriffe die ursprünglichen Wasserleitungen zerstört hatten, müssen die Menschen nun seit Jahren Trinkwasser an öffentliche Ausgabestellen holen.
00:25:46: Mit Unterstützung aus Dänemark wurden dafür berunden gebohrt und Wasseraufbereitungsanlagen eingerichtet.
00:25:52: Auch die Stromversorgungen soll durch sogenannte Energienseln- und Solaranlagen widerstandsfähiger werden!
00:25:58: Doch nicht nur die Behörden müssen vorbereitet sein.
00:26:01: Im Gespräch betont der Bürgermeister auch wieder, dass die Bevölkerung wissen muss wo sie im Notfall Trinkwasser bekommen, ihr Handy laden oder Schutz suchen können.
00:26:10: Gleichzeitig würden die Medien eine wichtige Rolle spielen – Sie sollen informieren und bei den Behörde nachhaken wie gut diese tatsächlich auf Krisen vorbereitet sind!
00:26:19: Die wichtigste Botschaft aus Mikulavi ist deshalb, wir sollten nicht warten bis eine Krise eintritt, sondern rechtzeitig vorsorgen und aus den Erfahrungen anderer lernen.
00:26:29: Oder wie Alexandre Sienkiewicz sagt, Klugemenschen lernen aus den Erfahrung anderer – nicht erst aus ihren eigenen.
00:26:40: Wir bei Corrective Europe betrachten Themen immer aus einer europäischen Perspektive.
00:26:44: Im nächsten Teil geht es nach Portugal in Polen.
00:26:47: Um die Situation in beiden Ländern besser zu verstehen, haben wir auch mit Kolleginnen vor Ort gesprochen.
00:26:53: Unsere Kollegen in Portugal ist Teil unseres Netzwerks aus lokalen und freien Medien schaffenden in ganz Europa.
00:27:00: Auch sie hat unsere Fragen zur Krisenvorsorge verschickt – die Antworten stehen allerdings noch aus!
00:27:06: Darüber müssen wir also ein anderes Mal
00:27:08: sprechen.".
00:27:09: Katja Vilasa ist Reporterin bei Gerador, einem unabhängigen Medienmagazin mitsitz in Lisbonn das vor allem über Journalismus, Kultur und Bildung berichtet.
00:27:19: In Portugal hat sich unsere Kolleginnen v.a.
00:27:21: mit Extremwettereignissen nach Naturkatastrophen beschäftigt – und weniger mit der Bedrohung durch Russland.
00:27:27: Dieser erscheint in Portugal eine vergleichsweise geringe Rolle zu spielen.
00:27:31: Zwar berichtet sie, dass es einige allgemein gehaltene Artikel gab, in denen die Möglichkeit eines Angriffs auf Nachbarländer thematisiert wurde Aber in ihrer Region scheint die Frage weder die öffentliche Debatte noch die politische Diskussion maßgeblich zu prägen.
00:27:46: Für viele Menschen ist sie offenbar kaum ein Thema, stattdessen ziehen Waldbrände und Stürme zu den größeren Sorgen wenn es um die Vorbereitung auf Krisen geht.
00:27:56: Besonders die Stürmer haben der Region in diesem Jahr schwer getroffen.
00:28:00: Wildfires have been a major problem every year Aber diese Zeit möchte ich auf den Sturmtrain fokussieren, oder die Sequenz des Sturms, das in Portugal beginnt dieses Jahr und hat viele Familien in der Zentralregion von dem Land ohne ein Zuhause oder mit großen Damage- und Propertylösen verwendet.
00:28:20: Dies wurde durch eine ungewöhnliche Kombination von meteorologischen Konditionen, die überlebt wurden.
00:28:30: Im Grunde dieser Erfolge versuchte es aus der Erde, um die Öffnung der Thermalenergie zu bebalancieren
00:28:39: Unsere Kollegen Katja Vilassa berichtet von Stürmen, die Portugal Anfang des Jahres getroffen haben.
00:28:45: Besonders in der Landesmitte verloren zahlreiche Familien ihr Zuhause oder alle den massiven Schäden an ihrem Besitz.
00:28:52: Solche Extremwittereignisse entstehen durch das Zusammenspiel ungewöhnlicher meteorologischer Bedingungen.
00:28:58: Forscher gehen davon aus, dass der Klimawandel dazu beitragen könnte, das sie künftig häufiger auftreten.
00:29:05: Doch es wird kritisiert, dass obwohl das Wissen über diese Phänomene vorhanden ist, es bislang an ausreichend präzisen Vorhersagmodellen fehlen.
00:29:15: Und es gibt auch ein Lack der Kommunikation und die Artikulation zwischen verschiedenen Leveln der Autorität, das muss gebraucht werden.
00:29:36: Generell, die Brücke zwischen Wissenschaft und politischer Bedeutung muss schwerer sein.
00:29:41: Sobald der Erleichter in diesem Fall gelangt ist, gehen die Leute generell die Rekommendations- und Städte nach Hause.
00:29:49: Aber da gab es große Verwaltungslöse, Pläne isoliert wurden durch Wattensprachen, und einige Menschen hatten keine Elektrizität für einen Monat.
00:29:58: while generators were expensive and scarce.
00:30:01: There was a feeling of anger, despair because a lot people felt abandoned during this
00:30:06: crisis.".
00:30:07: Katja Filassa sieht aus dem Verbesserungsbedarf bei der Kommunikation zwischen den verschiedenen Behördenebenen.
00:30:14: Die Warnungen wurden zwar veröffentlicht und viele Menschen hielten sich an die Empfehlung zu Hause bleiben – trotzdem waren die Schäden enorm!
00:30:22: Überschwemmungen schnitten ganze Orte von der Außenwelt ab Und manche Menschen hatten bis zu einem Monat lang keinen Strom.
00:30:29: Generatoren waren gleichzeitig teuer und schwer zu bekommen.
00:30:33: Zurück blieb bei vielen Menschen vor allem Wut- und Verzweiflung, denn trotz der Warnungen und Vorsichtsmaßnahmen hatten viele das Gefühl in der Krise allein gelassen worden zu sein!
00:30:44: Im nächsten Abschnitt schauen wir nach Polen.
00:30:46: Michal Pekarski von der Universität Breslau, der im Institut für Internationale und Sicherheitsstudien arbeitet und regelmäßig für das Medium Okopress schreibt, beschreibt die Zivilschutzversorgung in Polen vor allem mit einem Wort – Wiederaufbau.
00:31:03: Michal Pekarski berichtet, dass Polen während des Kalten Krieges über ein umfassendes Zivilschutzsystem verfügter, das auch auf eine möglichem Dritten Weltkrieg vorbereitet sein sollte.
00:31:15: Nach dem Fall der Berliner Mauer wurde es jedoch weitestgehend abgebaut.
00:31:19: Über viele Jahre galt die Gefahr eines Krieges, also sehr gering.
00:31:23: Zeitweise existierte der Zivilschutz praktisch nur noch auf den Papier – teilweise fehlte sogar die gesetzliche Grundlage.
00:31:30: Was blieb waren vor allem Feuerwehr-, Rettungsdienste und andere Haupt- und ehrenartliche Einsatzkräfte.
00:31:36: Doch wie sich bei beispielsweise großen Überschwemmungen gezeigt hat, stoßen diese Strukturen schnell an ihre Grenzen.
00:31:42: Sie können einzelne Brände oder Unglücke bewältigen, sind aber nicht ausreichend auf mehrere große Krisen gleichzeitig vorbereitet.
00:32:09: Flodding ist es essentiell, dass die Monetäre ihre Equipment bringen.
00:32:12: Wie Fabius-Vehicles und Helikopters, die einiges von Soldatinnen verwendet werden.
00:32:18: Nicht die Civil Emergency Services oder nicht die Civil Protection.
00:32:22: Die Armed Forces, die mit einer großen Krieg bereit waren für eine große Waffe.
00:32:27: Denn da war keine Zeit für eine größere Waffe, konnten sie ihre Sources erlangen, um den E-Support zu verwenden.
00:32:34: Wir haben aber immer noch große Probleme, die darin sind.
00:32:37: Weiblichen Ressourcen, lokalistischen Ressources und using those resources.
00:32:43: Issue of warning of population making any emergency information is a good example of that because for long time every right silence was used only during national holidays.
00:32:56: That led to the joke in Poland if there would be major emergencies and silence will turn on.
00:33:02: people think it's some new national holiday.
00:33:05: Wir befinden uns mit dem Risiko von russischen Missiles und Jones zu fliegen in unserem Land, oder nicht im Accident.
00:33:13: In den letzten Monaten sahen wir, dass eine reale Erwärmung appeared.
00:33:20: Und es war nötig für die Bevölkerung zu warnen, weil es ein Risiko war, das russische Missile meines Flusses ins polnische Raum geflogen hat... ...und auf eine leichte Seirinheit gedrückt wurde.
00:33:46: Michael Pekarski berichtet, dass lange Zeit Polen bei besonders schweren Notlagen auf bei Naturkatastrophen vor allem auf das Militär setzte.
00:33:55: Wenn wir jetzt bei dem Bild von den Überschwemmungen bleiben, ist es auch heute noch so dass das Bild von Soldatinnen und Soldaten zu sehen ist die mit schweren Geräten anrücken.
00:34:04: Gleichzeitig berichtete Experte daßes eine Ressourcenmangler einer verlässlichen Warninfrastruktur und klaren Kommunikationswegen.
00:34:13: So wurden beispielsweise Sirenen vieler Orts über Jahre kaum genutzt.
00:34:16: In manchen Gemeinden fehle auch nachts schlicht das Personal um sie im Notfall auszulösen.
00:34:23: Abseits von der Militärisierung der Silberprotektion, ist es überraschend auf die Volunteer.
00:34:31: Nicht dass die Volnteer uns den Wettbewerbs- oder anderen Volunterorganisationen verabschiedet haben, sondern einfach in der Zeit für die Emergenz, einfach eine Messung, an der wir Menschen brauchen und dass die Leute aussehen.
00:34:47: Wir hatten Menschen mit den Fulden, wir hatten Menschen, die Ursprüngung der Transportation waren.
00:34:53: Wir haben Menschen, in dem Fall von Erwärmungen gefordert wurden.
00:34:58: In den jahren Tagen des Wolfskali-Russian-Infektions im Ukraine hatten wir das große Influenz des ukrainischen Refugees und es gab viele Efforten von Voluntären.
00:35:10: Es war einfach ein Grasrutsch-Effort!
00:35:13: alle koordinated by local authorities.
00:35:16: And while this is a situation that clearly brings back fate into humanity and society, This's not the way we should deal with the emergency because someone by accident wanted to help and had resources to help.
00:35:34: The major challenge nowadays we essentially
00:35:49: Meray Pekarski sieht ein weiteres Problem in der starken Abhängigkeit von freiwilliger Hilfe.
00:35:55: Das Engagement der Bevölkerung sei wichtig, da.
00:35:57: Krisenversorge dürfen nicht davon abhängen ob sich im Ernstfall spontan genügend Helfen erfinden.
00:36:04: Seit dem Jahr zwanzig gibt es in Polen ein neues Gesetz zum Zivilschutz.
00:36:08: Für Bikarski ist das ein erster Anfang, er sagt jetzt brauche ich geschuldes Personal und ausreichend Ressourcen.
00:36:16: Angesichts der Bedrohung durch Russland sieht auch er das als besonders dränglich.
00:36:20: Polen müssen sich auf hybride Angriffe wie Sabotage und einen möglichen Krieg vorbereiten.
00:36:25: Dafür braucht auch dieses Land Schutzräume, Evakuierungsmöglichkeiten, medizinische Versorgung und genügend Kapazitäten für mehrere Krisen gleichzeitig.
00:36:35: Pikarski sieht auch Potenzial darin bestehende Infrastruktur mehrfach zu nutzen.
00:36:39: Ein widerstandspieliges Stromnetz erneuerbare Energien- und ein gut ausgebaute öffentlicher Verkehr können im Krisenfall helfen – doch erwähnt auch das elektrisch betriebene Züge bei Stromausfällen möglicherweise ausfallen!
00:36:54: Diesel-betriebene Fahrzeuge wären dann zuverlässiger, stehen aber im Konflikt mit den Klimazielen.
00:37:00: Polen steht damit vor einer Herausforderung die ganze Europa betrifft – einen Bevölkerungsschutz aufzubauen, der auch mehrere Krisen gleichzeitig bewältigen kann!
00:37:14: Der Blick nach Portugal und Polen zeigt wie unterschiedliche Krisen in Europa aussehen können, aber wie ähnlich die Herausforderungen dabei oft sind….
00:37:23: Im Portugal haben heftige Stürme und Überschwemmungen Menschen ihre Häuser und teilweise über Wochen den Strom genommen, obwohl es Warnung gab, führten sich viele Betroffene im Stich gelassen.
00:37:34: Unsere Kolleginnen Katja Vilassa sieht deshalb Verbesserungsbedarf bei der Vorhersage extremer Wettereignisse – und bei der Zusammenarbeit zwischen dem Behörden.
00:37:43: In Polen geht es darum, Strukturen wieder aufzubauen, die nach dem Kalten Krieg weitgehend abgebaut wurden.
00:37:49: Wie der Sicherheitsexperte Mirail Pekarski erklärt, fehlen viele Ortsressourcen um mehrere Krisen gleichzeitig zu bewältigen.
00:37:57: Angesichts der Bedrohung durch Russland muss Polen sein Zivierschutz deshalb neu aufstellen und an ähnlichen Punkten wie auch Portugal und Deutschland arbeiten.
00:38:05: Und in der Ukraine zeigt sich unter Kriegsbedingungen, wie entscheidend es ist die Versorgung aufrecht zu erhalten, kritische Infrastruktur zu schützen und die Bevölkerung verlässlich zu informieren.
00:38:16: Denn die Herausforderungen für Europa wachsen – dem Extremwettereignissen wie Hitzewellen, Dürren- und Überschwemmungen rücken auch Hybril Bedrohungen stärker an den Fokus.
00:38:27: Sabotage-, Drohenvorfälle- und Cyberangriffe, die Daten stehlen, digitale Systeme lahmlegen und wichtige Abläufer stören können!
00:38:35: Auch Deutschland ist davon betroffen.
00:38:37: Der Schaden durch Diebstahl, Industriespionage und Sabotage wird für die deutsche Wirtschaft für dieses Jahr auf mehr als twohundertelf Milliarden Euro geschätzt.
00:38:48: Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine hat sich die Sicherheitslage in Europa grundlegend verändert.
00:38:53: Deutschland befindet sich weiterhin im Frieden – der Verteidigungsfall ist nicht festgestellt.
00:38:58: Gleichzeitig waren die Bundesregierung vor einer wachsenden Hybridenbedrohung durch Russland.
00:39:03: Der Bundesnachrichtendienst bezeichnete Russland im Oktober diesen Jahres als größte und unmittelbarste sicherheitspolitische Betrogen für Deutschland.
00:39:12: An der NATO-Ostflanke ist die Bedrohung unmittelbarrer, und in September reagierte Polen auf die Verletzungen seines Luftraums durch neunzehn russische Drohnen mit Verteidigungsmaßnahmen.
00:39:23: Auch Estland, Lettland und Litauen bereiten sich verstärkt auf mögliche militärische Betrugen vor – damit stellt sich eine schwierige Frage.
00:39:31: Wo endet eine Hybride-Bedrohung und wann wird daraus eine Gefahr von noch größerer Tragweite?
00:39:38: Die Grenzen zwischen zivilen Krisen, Sabotage um militärischen Bedrohungen lassen sich nicht mehr eindeutig ziehen.
00:39:44: Für den Bevölkerungsschutz bedeutet das er muss auf ganz unterschiedliche Szenarien vorbereitet sein – von extremen Wettereignissen über Cyberangriffe bis hin zu einem möglichen militärischem Konflikt!
00:39:56: und er muss auch dann funktionieren, wenn mehrere Krisen gleichzeitig auftreten.
00:40:04: Wenn wir auf die Ergebnisse unserer Recherche in Deutschland zurückkommen, zeigt sich ein gemischtes Bild.
00:40:09: Deutschland verfügt über zahlreiche Strukturen des Bevölkerungsschutzes – gleichzeitig gibt es Lücken bei Personal- und Finanzierung, bei der Vorbereitung auf Großschadenslagen wie langenhaltende Stromausfälle und bei der Frage wo Menschen mehr ernstfall Schutz finden können.
00:40:24: Der Deutsche Landkreistag bewertet unsere Ergebnisse als ernstes Signal.
00:40:29: Sie sagen, die Landkreise nehmen ihre Verantwortung wahr und verfügten über mehrere Einsatzkräfte- und bewährte Strukturen doch die Anforderungen wübsen.
00:40:39: Ohne ausreichend Personal und Geld lasse sich die Krisenversorgung nicht dauerhaft stärken – vor allem wenn sie an der Grenze sind!
00:40:47: Zugleich mahnt der Verband, unsere Ergebnisse differenzier zu betrachten.
00:40:51: Rund zwei Drittel der angeschriebenen Kreise haben inhaltlich geantwortet.
00:40:55: Daraus lässt sich kein vollständiges Bild für ganz Deutschland ableiten.
00:41:00: Unsere Recherche zeigt zwar wichtige Herausforderungen, erlaubt aber keine pauschale Bewertung jedes einzelnen Kreises.
00:41:07: Entscheidend ist, wovor Sorge bereits funktioniert, wo Unterstützung fehlt und was ich verbessern muss – und ob dafür die Ressourcen da sind!
00:41:16: Denn wir gut Menschen im Ernstvergeschützt sind hängt davon ab, wo sie leben….
00:41:20: Ob eine Kommune schnell warnen, Hilfe koordinieren und die Versorgung aufrechterhalten kann entscheidet sich lange vor der Krise.
00:41:28: Durch klare Zuständigkeiten ausreichend Personal-und Geld, regelmäßige Übungen und widerstandsfähige Infrastruktur.
00:41:36: Dazu gehört aber eben auch eine informierte Bevölkerung – Menschen müssen wissen wie sie Warnungen erhalten, wo sie Hilfe finden und was sie selbst tun können!
00:41:46: Wer sich zunächst selbst helfen kann, entlastet die Einsatzkräfte und schafft Kapazitäten für Menschen, die dringend Unterstützung brauchen.
00:41:54: Die Erfahrung aus dem Krieg in der Ukraine – und aus Katastrophen wie der Flut im Ahrtal zeigen was funktioniert aber auch wovorsorge an ihre Grenzen stößt.
00:42:04: Daraus können wir lernen bevor wir selbst vor denselben Herausforderung stehen.
00:42:09: Resilienz bedeutet nicht jede Krise verhindern zu können!
00:42:13: Sie bedeutet handlungsfähig zu bleiben, wenn gewohnte Strukturen an ihre Grenzen geraten.
00:42:18: Dafür braucht das Investition klare Zuständigkeiten und funktionierende Zusammenarbeit vor Ort und über Ländergrenzen hinweg – denn Sicherheit sollte nicht davon abhängen, ob man zufällig in einer gut vorbereiteten Kommune liebt!
00:42:31: Wenn wir Europa widerstandsfähiger machen wollen, müssen wir dort anfangen, wo Krisen für die Menschen konkret werden — vor ihrer
00:42:38: Haustür.".
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