LensEU #14: Abreißen oder sanieren? Die Zukunft von Europas Gebäuden
Shownotes
Zum Inhalt dieser Folge: Quer durch Europa werden Häuser oft nicht deshalb abgerissen, weil sie unsicher oder nicht mehr zu retten sind, sondern weil Neubauten als attraktiver oder profitabler gelten. Abrisse haben ökologische und soziale Kosten: Wertvolle Materialien gehen verloren, es entsteht Abfall, und Neubauten verursachen zusätzliche CO₂-Emissionen. Trotzdem gibt es kaum verlässliche Daten darüber, wie viele Gebäude in Europa abgerissen werden.
In Deutschland (Correctiv) beleuchten wir die Debatte zwischen Abriss und Sanierung und fragen, ob bestehende Gebäude nicht oft umgebaut statt ersetzt werden könnten. In Essen wurde eine alte Siedlung aus 19 kleinen Häusern mit lokalhistorischer Bedeutung abgerissen, um Platz für hochpreisige Wohnungen zu schaffen.
In Griechenland untersucht die Journalistin Danai Maragoudaki von Solomon den rasanten Wandel von Athen und anderen Städten, wo ältere Gebäude zunehmend Neubauprojekten weichen müssen, vor allem für den Tourismus und im Interesse von Investoren. Das weckt Sorgen um das architektonische Erbe, um leistbaren Wohnraum und um den Charakter ganzer Viertel.
In Polen blickt Wojciech Kość von Oko.press auf die Zukunft der Plattenbauten des Landes, der sogenannten Wielka Płyta. In rund 60.000 Wohnblöcken leben etwa zwölf Millionen Menschen. Manche davon werden abgerissen, andere saniert. In Lubin sollen vier Blöcke abgerissen werden, um den Blick auf historische Wahrzeichen freizugeben, obwohl die Bewohner:innen argumentieren, dass die Gebäude in gutem Zustand sind und Ersatzwohnungen für sie unleistbar sein könnten.
Wie also soll Europa mit seinen bestehenden Gebäuden umgehen? Wann ist eine Sanierung sinnvoll, wann ist ein Abriss gerechtfertigt? Wer trägt die Kosten, wer profitiert, und was verlieren wir, wenn ein Gebäude verschwindet?
Was ist lensEU? Sieben Medienpartner aus der Europäischen Union produzieren ab sofort jede Woche einen Podcast und einen Newsletter in fünf Sprachen.
Die Partnermedien sind: LensEU wird von OKO.press aus Polen koordiniert. Weitere Partner sind "Die Presse" aus Österreich, CORRECTIV aus Deutschland, Telegram.hr aus Kroatien und TVNET aus Lettland. Unterstützt wird das Projekt von der internationalen Nachrichtenagentur AFP aus Frankreich, ENEX aus Luxemburg und Mainspring aus Österreich.
KI-Hinweis: Die Podcastfolgen in der Originalsprache werden mit dem Übersetzungstool Eleven Labs in mehrere Sprachen übersetzt, so auch auf Deutsch.
Unterstützt wird das Projekt von der Europäischen Union im Rahmen des Programms Multimedia Actions. Alle Folgen abrufbar sind auch hier auf The Audio Marketplace.
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Das vollständige Transkript dieser Folge auf Deutsch findet ihr hier.
Transkript anzeigen
00:00:00: Bauen, bauen und noch mehr bauen.
00:00:02: In wenigen Tagen entstehen heute ganze Stockwerke – gefordert wird oft schnell effizient und immer höher!
00:00:10: Doch bevor Neues gebaut werden kann muss oft erst einmal Altes weichen.
00:00:15: In ganz Europa werden jedes Jahr Zehntausende Gebäude abgerissen.
00:00:20: Viele stehen einfach nur dort wo etwas Neues entstehen soll … Und erstaunlich oft sind sie wieder alt noch baufällig….
00:00:27: Warum ist das eigentlich so?
00:00:29: Wer zahlt den Preis für den Abriss?
00:00:32: Und was geht dabei
00:00:33: verloren?".
00:00:49: Lens EU – Ein Blick auf das, was Europas Gemeinschaft bewegt.
00:00:53: Ich bin Elit Grull, euer Host.
00:00:55: Ich Bin internationale Reporterin bei Korrektiv und Teil von korrektive Euro.
00:01:00: Gemeinsam mit lokalen und freien Medienschaffenden aus ganz Europa recherchieren wir zu Themen die nationale Grenzen überschreiten und uns alle betreffen!
00:01:10: Unsere Recherchen erzählen mir mit Daten Und manchmal gibt es keine, dann müssen wir sie sammeln.
00:01:16: Seit ein paar Jahren gibt es bei Korrektiv einen Themeschwerpunkt der sich genau aus solch einer Datenlücke ergeben hat über den Abriss von Gebäuden.
00:01:24: Wie wir darauf gekommen sind, die EU will Millionenalter-Gebäude sanieren lassen.
00:01:30: Doch häufig passiert das Gegenteil – bestehen.
00:01:32: wer Wohnraum wird abgerissen und durch Neubauten ersetzt?
00:01:36: Wie viel genau abgerießen wird weiß dabei eigentlich niemand!
00:01:40: Das Thema Abriss mag zunächst einmal ziemlich schnöde klingen, einfach unspektakulär.
00:01:45: Es ist ein lauter staubiger Prozess der zwar nicht immer aber oft genug in der öffentlichen Debatte hinter positiv klingenden Floskeln vom Politikern verschwindet.
00:01:56: Wir schaffen neuen Wohnraum oder hier entsteht ein neues Industriegebiet – das bringt Arbeitsplätze, bessere öffentliche Verkehrsanbindungen und neue Geschäfte in die Gegend!
00:02:06: Klingt für manche vielleicht erst mal gut und ist an manchen Orten sicher auch nötig, denn es gibt zu wenig bezahlbaren Wohnraum in Europa.
00:02:14: Zwischen twenty-fünfzehn und zweitausendfünfundzwanzig stiegen die Mieten der Europäischen Union, Norwegen, Island und der Schweiz im Durchschnitt um einundzwanziger Prozent.
00:02:27: Unbezahlbarer Wohnraum entscheidet über die Zukunft von Menschen!
00:02:31: Eine Recherche von uns dazu verlinke ich euch in den Shownutz.
00:02:35: Aber jetzt geht es erstmal darum, was passiert eigentlich mit den Gebäuden die Weichen müssen?
00:02:41: Denn hinter dem Abriss stehen mächtige Branchen.
00:02:44: Die Bauwirtschaft, die Betonindustrie, die Abfallwirtschaft und die Immobilienbranche.
00:02:50: Diese Podcast-Folge wird mit sich warum so viel abgerissen wird wer davon profitiert und was dabei verlorengeht.
00:03:04: Um überhaupt herauszufinden, wie groß das Ausmaß ist, braucht es erst einmal Daten.
00:03:09: Und wie schon erwähnt genau da wird es schwierig denn es gibt keine Flächendeckenden!
00:03:14: Naja also ein paar Zahlen gibt es schon und einer der sich genauer mit dieser Frage in Deutschland beschäftigt hat ist beispielsweise Jens Otto.
00:03:23: er ist Bauingenieur und Professor für Baubetriebswesen an der Technischen Universität Dresden.
00:03:28: Für eine Studie hat er die paar offiziellen Zahlen, die es zu Gebäude abrissen aus allen Bundesländern gibt, ausgewertet.
00:03:35: Aber sein Ergebnis ist – die Daten sind nur bedingt miteinander vergleichbar und teilweise fehlen sie ganz!
00:03:42: Die offizielle Statistiken bilden also das Ausmaß nicht realistisch ab.
00:03:46: Es ist erstaunlich wenig darüber bekannt wo in Deutschland und Europa Gebäuden abgerissen werden geschweige denn warum?
00:03:54: Unter anderem deshalb gibt's den Abrissatlas Eine stetig wachsende interaktive Karte, die dokumentiert welche Gebäude abgerissen wurden oder vom Abriss bedroht sind.
00:04:04: Das Ganze ist für Jahrtausend zweiundzwanzig in der Schweiz gestartet.
00:04:08: Ein Jahr später ging es in Deutschland los.
00:04:10: Kollegen von Korrektiv Schweiz und die in Deutschland haben gemeinsam mit anderen Organisationen mithilfe unseres Online-Tools im Crowdnewsroom eine Plattform geschaffen, die diese Information sammelt – das besondere nicht nur Journalisten enttragen Fälle zusammen.
00:04:26: Jede und jeder kann ein Gebäude melden, Fotos hochladen und die Geschichte erzählen.
00:04:31: Die Einträge werden dann erst einmal vom Team geprüft bevor sie online gehen – nicht dass da jemand falsche Informationen einträgt!
00:04:39: Und so entsteht Stück für Stück eine öffentliche Datenbank über Abrisse.
00:04:43: Eine Übersicht, die sonst für die Öffentlichkeit unsichtbar bleiben würde.
00:04:48: Seit Jahrzehnte ist da übrigens ein europisches Projekt draus geworden der Demolition Atlas Europe.
00:04:54: Denn die Frage, was mit unseren alten Gebäuden passiert, stellt sich ja nicht nur in Deutschland.
00:05:00: Und genau diese Daten nutzen korrektiv und andere Partnermedien in Europa für weitere Recherchen.
00:05:06: Warum wird ein Gebäude abgerissen?
00:05:08: Was passiert mit den Menschen, die dort wohnen?
00:05:10: Und was geht dabei an Ressourcen, Energie und vielleicht auch an Stadtgeschichte verloren?
00:05:15: Falls ihr euch den Abrissatlas anschauen wollt, findet ihr ihn in den Shownotes!
00:05:20: Wenn euch dann etwas einfällt, ein Gebäude bei euch in der Nähe abgerissen wurde oder bald werden soll – dann tragt es gerne ein.
00:05:27: Dafür ist auch kein Account oder eine andere Anmeldung
00:05:30: nötig.".
00:05:35: Während unserer Recherchen zur Abriss haben wir mit verschiedenen Fachleuten in Europa gesprochen.
00:05:41: Eine davon ist Lamia Misari-Beka.
00:05:44: Sie ist Professorin für Energieeffiziente Gebäudetechnik am Karlsruher Institut für Technologie.
00:05:50: Sie ist seit zirnundzwanzig Jahren in dem Bereich nachhaltiges Bauen und Sanieren tätig.
00:05:55: Um das Thema an sich besser zu verstehen, habe ich sie zunächst gefragt, wonach es sich richtet, dass abgerissen wird?
00:06:03: Eigentlich missing is a culture of renovation, a certain routine and natural inclination to work first with existing building stock.
00:06:26: For example creating residential space through adding stories or through repurposing vacant office spaces.
00:06:37: however To achieve this we need renovation laws that simplify Building within and with existing build structures, an environment.
00:06:46: And laws that enable technically and socially innovative
00:06:51: solutions.".
00:06:52: Lamia Massari-Becker verbindet die Frage des Bauens mit der Frage nach bezahlbarem Wohnraum und sozialer Infrastruktur.
00:07:00: Dafür braucht es eine stärkere Umbaukultur – die bestehende Gebäude weiterentwickelt, neue Nutzung ermöglicht und den tatsächlichen Bedarf stärker in den Blick nimmt statt immer neu zu bauen!
00:07:12: Lamia Misari-Becker hat uns erzählt, im Bestand liege eine große Chance – nicht nur im vorhandenen Nutzraum sondern auch in den Materialien die bereits in den Gebäuden stecken.
00:07:23: Beides sind Ressourcen, die wir durch Umbau und Sanierung halten und weiter nutzen könnten.
00:07:29: So würde sich dann der Flächenverbrauch reduzieren und bauen insgesamt nachhaltiger Gestalten.
00:07:35: Stattdessen entsteht häufig beim Abriss unfassbar viel Müll!
00:07:39: Die Europäische Kommission schätzt In der EU fallen jedes Jahr rund acht hundertfünfzig Millionen Tonnen Bau- und Abbruchabfälle an.
00:07:48: Das ist mehr als ein Drittel des gesamten Abfalls in der EU!
00:07:52: Vieles davon würde ich jetzt nicht direkt als Müll bezeichnen, denn da sind in der Regel ganz schön viele Baustoffe und Materialien dabei, die noch genutzt werden könnten.
00:08:01: Und trotzdem Hundertzwanzig Millionen Tonn dieser Bau-und-Abbruch-Abfälle fehlen.
00:08:07: zwei Tausendzweiundzwanziger allein durch Abriss an.
00:08:10: Wenn man das runterbricht, sind das pro Sekunde über vierzehn Tonnen.
00:08:14: Das sind etwa vierzehnt Kleinwagen!
00:08:20: Und das ist genau so, wo ein wichtiges Thema in der Bildungspolizei leistet.
00:08:27: Was
00:08:28: sollte eine Redevelopment-Geläufe sehen?
00:08:31: Dass sie erkennen, dass nicht alles unter den existierten Bildungsstocken erreicht werden kann.
00:08:47: Die umweltsame Abenteuer betrachten in existierten Gebäuden, während die ökonomischen Abenteuren in neuer Konstruktion betreffen, weil das hier Es ist leichter, neue Standards zu machen und mehr Bildung aufzubilden.
00:09:18: Wenn die Bildung von zwei Flügel gesetzt wird – es hilft nicht der Konstruktion-Projekt mit exzessiven Bequemen – es ist wichtig, eine pragmatische Balance zwischen den Standards für das Existenz und den neuen Flügeln zu finden.
00:09:34: Das ist manchmal genau ein Punkt, in dem Investors decide to tear down a building, even though it still has potential.
00:09:50: Das Baurecht müsste stärker berücksichtigen, dass im Bestand nicht immer dieselben Standards erreichbar sein wie im Neubau.
00:10:11: Am Ende entscheidet jedoch häufig der Investor nach Aufwand und Kosten – dabei sollten sowohl die Ökologischen als auch die finanziellen Vorteile von Bestand- und Neubauer betrachtet werden, denn der vermeintlich einfacherere und schnellere Weg ist auf den Neubaus.
00:10:27: Bestimmte Standards lassen sich schneller erreichen und zugleich mehr Flächen schaffen!
00:10:32: Genau daran liegt eine der zentralen Herausforderungen.
00:10:35: Um langfristig nachhaltiger zu werden, braucht es also ein grundsätzliches Umdenken – Bauen sollte stärker ganzheitlich betrachtet werden!
00:10:43: Es geht nicht nur um einen einzelnen Gebäude oder technischen Standards sondern auch um Generationsgericht das Bauen, soziale Mischung und Kreislaufwirtschaft.
00:10:53: Das betont die Expertin immer wieder in unserem Gespräch.
00:10:56: Die Frage ist also nicht allein, was technisch möglich ist sondern wie wir mit unseren Flächen Gebäuden und Ressourcen langfristig sinnvoll umgehen.
00:11:10: Am Ende zahlt die Natur dann natürlich drauf – beispielsweise wenn es sich um giftige Baustoffe handelt.
00:11:16: Offiziell gibt es zwar Bemühungen nichts mehr wegzuwerfen, sondern möglichst alles in eine Kreislaufwirtschaft zu überführen.
00:11:23: aber ein generelles sofortiges Komplettverbot für Abfälle existieren bis heute nicht.
00:11:29: Trotzdem wurden die Vorgaben massiv verschärft.
00:11:32: Ab zum Jahrzehntreißig gelten EU-weit strenge Ziele für Abfälle, die sich für das Recycling oder die Energiegewinnung eignen.
00:11:41: Währenddessen werden immer wieder Fälle bekannt in denen Giftstoffe wie Asbest oder Bauschaum illegal entsorgt werden – falls also Müll einfach auf einer freien Fläche gelagert wird und es dort stark regnet ist eine Überschwemmung gibt oder gar ein Brand dann landen die chemischen Stoffe im Boden, vielleicht auch in umliegenden Gewässern oder sogar in unserem Grund- und Trinkwasser.
00:12:05: So eine gravierende Umweltverschmutzung kann durch vermeintliche ungefährlich Abfälle von Baustellen und der Industrie verursacht werden – insbesondere wenn sie der Natur landen statt in der Kreislaufwirtschaft.
00:12:17: Mein Kollege Marius Minstermann hat sich eben einen solchen Fall in Tschechien angeschaut!
00:12:23: Den Link setze ich euch in die Shownots.
00:12:28: Das ganze Bauen und Abreisen verursacht auch jede Menge Kohlenstoffdioxid, also CO².
00:12:34: Denn wenn ein Gebäude verschwindet und an seiner Stelle einen Neus entsteht braucht es dafür vor allem eins – Baumaterialien, Beton, Stahl, Glas um vieles mehr!
00:12:45: Deren Herstellung ist energieintensiv und verursagt große Mengen an Treibhausgasen.
00:12:51: Die deutsche Umwelthilfe schätzt, allein durch Abriss und Neubau entstehen in Deutschland jedes Jahr rund drei Komma drei Millionen Tonnen CO².
00:12:59: Zum Vergleich – der gesamte innerdeutsche Flugverkehr verursacht etwa eine Million Tonne CO² pro Jahr!
00:13:08: Der Abriss-und-Neubausektor wiegt also schwerer als alle Inlandsflüge zusammen.
00:13:14: Dabei ließen sich diese Emissionen durch Abrass und Neubaus teilweise vermeiden.
00:13:19: Laut der Umwelthilfe könnte durch Sanierung sogar etwa ein Drittel eingespart werden.
00:13:25: Das Prinzip ist eigentlich ziemlich einfach, wenn ein Gebäude noch genutzt werden kann es für die Klimaentwicklung häufig besser ist zu sanieren statt das abzureißen und komplett neu zu bauen.
00:13:36: Ein wichtiger Grund dafür ist dass bei einer Sanierung ein großer Teil der bestehenden Bausubstanz erhalten bleibt.
00:13:43: dadurch müssen weniger Baustoffe hergestellt transportiert und verbaut werden.
00:13:48: Bei deren Herstellung entstehen nämlich zahlreiche klimaschädliche Emissionen.
00:13:54: Beim Einfamilienhaus kann eine energetische Sanierung deshalb einen deutlichen Unterschied machen.
00:14:00: Je nach Umfang und Qualität der Sanierung können über die gesamte Lebensdauer betrachtet ungefähr halb so viele klimaschetliche Emmissionen entstehen wie bei einem vergleichbaren energieeffizientem Neubau.
00:14:12: Energetisch saniert heißt dabei gar nicht unbedingt etwas superaufwendiges oder besonderes!
00:14:18: Das kann einfach nur bedeuten, eine bessere Dämmung, neue Fenster oder eine effizientere Heizung zu installieren.
00:14:25: Das Gebäude bleibt stehen – aber es wird fit für die Zukunft gemacht!
00:14:29: Ein weiterer Aspekt ist mehr Sanierung können auch für die lokale Wirtschaft einen Unterschied machen und zwar im positiven Sinne.
00:14:37: Beim Neubau fließt ein großer Teil des Geldes in Material beim Umbaudergegen stärker in die Arbeit an sich.
00:14:43: Davon profitieren vor allem Handwerksbetriebe vor Ort Denn Sanieren und Umbau ist oft komplizierter als neu zu bauen.
00:14:51: Es braucht mehr Planung, mehr Erfahrung und mehr handwerkliches Können.
00:14:56: Eine Sanierung oder ein UmbAU kann am Ende auf der Rechnung des Allentümers oder des Investors auch mal so viel kosten wie einen Neubau.
00:15:05: Das Geld wird einfach anders verteilt Aber zum Einen landet beim Umbaur mehr davon bei den Menschen und Betrieben die vor Ort arbeiten.
00:15:13: Zum anderen zahlt die Natur nicht noch drauf.
00:15:20: Wenn wir jetzt aber bei unserem Thema bleiben, bei Abriss, bezahlt den Damenende.
00:15:25: Eine kurze pauschale Antwort darauf gibt es leider nicht – denn die Kosten verteilen sich und zwar ziemlich unterschiedlich.
00:15:33: Beispielsweise die Allgemeinheit trägt ein Teil der ökologischen Kosten.
00:15:38: Die öffentliche Hand zahlt manchmal mit Steuergeldern.
00:15:41: Die Eigentümer zahlen vielleicht dem Bagger- und den Abriss zumindest zunächst Und für die Bewohnerinnen kann der Preis am unmittelbarsten spürbar sein.
00:15:51: Denn sie verlieren möglicherweise ihre Wohnung!
00:15:57: Ein besonders drastisches Beispiel findet sich im Oktober, in Essen.
00:16:03: Dort stand bis vor einigen Monaten die Siedlung Literode – neunzehn kleine Zechenhäuser.
00:16:09: Solche Häuser wurden in deutschen Bergbauregionen für Bergarbeiter und ihre Familien gebaut schlichte Backsteinfassaden, kleine Gärten in denen die Bewohner Gemüse anbauen konnten und Wohnungen mit praktischen eher kleinen Grundrissen.
00:16:24: Die Häuser sind also nicht einfach nur alt – sie erzählen auch ein Stück Industrie- und Sozialgeschichte des Ruhrgebiets.
00:16:30: Die Häuse in der Lederode stammt aus den neunzehnten dreißiger Jahren.
00:16:35: Viele Menschen leben hier seit Jahrzehnten, manche Familien sogar seit Generationen.
00:16:40: Doch dann will die kommunale Wohnungsbaugesellschaft Allbau die Siedlung abreisen!
00:16:45: Die Begründung, die Häuser seien in die Jahre gekommen – eine Sanierung wirtschaftlich nicht sinnvoll.
00:16:51: Der Plan?
00:16:52: Alles weg und anschließend neu bauen!
00:16:55: Rund sechsundzwanzig Millionen Euro soll das Projekt kosten.
00:16:59: Geplant sind dreiundsiebzig neue Wohnungen, darunter auch ein Familienhäuser, die verkauft werden sollen.
00:17:06: Für die Menschen bedeutet das vor allem eins — sie müssen raus.
00:17:09: Die Eigentümerin der Siedlung «Die Allbau» hat allen Mietenden gekündigt.
00:17:15: Einige sind trotzdem geblieben und kämpfen für den Erhalt ihrer Häuser.
00:17:19: Und das, obwohl der Abriss bereits begonnen hat!
00:17:22: Eine von ihnen ist Havris Becker.
00:17:24: Sie lebt seit neunzehntneunundachtzig in der Siedlung.
00:17:27: Ihre Eltern wohnen direkt unter ihr Ihr Vater ist pflegebedürftig ihre Kinder gehen gleich nebenan zur Schule und in die Kita.
00:17:36: Für sie ist die Siedelung deshalb nicht einfach nur eine Ansammlung alter Häuser.
00:17:40: Es ist ihr Zuhause Ihr soziales Umfeld, ihr Alltag.
00:17:45: Und genau das steht jetzt alles auf dem Spiel.
00:17:47: Und sie fragt sich, ist es überhaupt nötig?
00:17:51: Dass diese Frage berechtigt ist, zeigt ein Gutachten!
00:17:55: Der Architekturprofessor Tim Rinitz und seine Studierenden kommen nämlich zu einem anderen Ergebnis als die Allbau.
00:18:02: Die Häuser könnten saniert und modernisiert werden – und auf den umliegenden freien Flächen wäre sogar zusätzlicher Platz für neuen Wohnraum.
00:18:11: Abriss wäre also nicht die einzige Möglichkeit gewesen….
00:18:15: Trotzdem, auch nachdem das bekannt wurde, gehen die Bauarbeiten weiter.
00:18:19: Ein Haus wurde sogar halt zerstört, während die andere Hälfte noch bewohnt war.
00:18:25: Die Stadt Essen stellte später klar, dieser Teil Abriss hätte so nicht ohne Genehmigung erfolgen dürfen – da war es aber schon zu spät!
00:18:33: Und dann ist da eine weitere Frage… Was passiert mit dem Menschen wenn aus den günstigen alten Wohnraum teurer, neuer Wohnraum wird?
00:18:42: Denn die Miete in den neuen Wohnungen, die in Literode geplant sind, können viele der bisherigen Mietenden voraussichtlich nämlich nicht bezahlen.
00:18:51: Und einige der geplanten Häuser sollen ja sogar verkauft werden!
00:18:55: Heveris Becker berichtet, dass sie inzwischen von der Hausverwaltung andere Wohnungen angeboten wurden – für ihre Familie seien diese aber zu klein und die Mieten wären mindestens doppelt so hoch wie bisher.
00:19:07: Der Fall Literode zeigt damit deutlich beim Abriss geht es nicht nur im Beton um Bagger und neue Wohnungen.
00:19:15: Es geht auch um die Frage, wer in seinem Kiez oder sogar in seiner Gemeinde oder Stadt bleiben kann – wenn alte Häuser verschwinden und Neue entstehen?
00:19:24: Der fallende Rode ist keine Ausnahme.
00:19:27: Den Texte-Recherche findet ihr in den
00:19:29: Schonels.".
00:19:44: Just two examples.
00:19:45: The majority of property owners are retired, they would not be able to obtain
00:19:51: and
00:19:52: might not even want renovation loans.
00:19:55: Some historic buildings often difficult to retrofit in terms energy efficiency And the classification into Energy Efficiency classes must be harmonized across DEU.
00:20:07: A building in Germany is assigned a lower energy efficiency class than the same building in Belgium despite having better energy performance metrics, we need to broaden
00:20:20: our
00:20:21: perspective moving beyond the building itself and focusing on an entire neighbourhood.
00:20:27: A neighborhood from a social perspective is living area which people identify From the perspective
00:20:36: of
00:20:37: urban development.
00:20:38: it's network Bildungs- und Infrastruktur, z. B. für Wasser, für Energie, für Mobilität.
00:20:46: Neighborhood-based solutions are far superior to solutions focused only on individual bindings within neighborhood.
00:20:56: projects can be implemented in a more environmentally efficient cost effective and socially responsible manner.
00:21:04: sequential innovation Anebelhood increases renovation rates and reduces innovation costs.
00:21:14: There are the seeds of open
00:21:16: change.".
00:21:17: Lamir Massari Becker erklärt, dass eine Sanierungspflicht wie sie in Deutschland und auf EU-Ebene diskutiert wird nicht einfach ist.
00:21:26: Sie kann ökologisch sinnvoll sein, sozial aber auch zu Belastung werden – etwa wenn Eigentümer die Kosten auf die Miete umlegen.
00:21:33: Dazu kommen Vorgaben des Denkmachschutzes oder ein individueller Umgang mit den Energieeffizienzklassen innerhalb von Europa.
00:21:41: Ein Ansatz, der sowohl die soziale Entwicklung der Gemeinschaft als auch die lokalen Gegebenheiten mehr in den Vordergrund rückt, wäre für die Experten deshalb die Quartiersanierung.
00:21:51: Was braucht ein Quartier und was lässt sich gemeinsam mit den vorhandenen Ressourcen vor Ort lösen?
00:21:57: Etwa bei der Wärmeversorgung Entscheidend ist, was vor Ort funktioniert.
00:22:05: Was für die Stadt passt kann auf dem Land ganz anders aussehen?
00:22:09: Deshalb braucht es Lösungen, die die nationalen und lokalen Gegebenheiten berücksichtigen – und das Wissen der Menschen vor Ort!
00:22:19: Das bringt uns zurück zum Thema Emission.
00:22:22: Insgesamt sind Gebäude in der Europäischen Union für vierzig Prozent anderes Energieverbraus und für sechsundreißig Prozent der Treibhauskassemission verantwortlich.
00:22:32: Den stehen hauptsächlich durch Bau, Nutzung, Renovierung und Abriss.
00:22:36: Das ging aus einem Bericht der Europäischen Kommission aus dem Jahr-Zw-A-Z-Zig hervor – wir können also davon ausgehen dass es seitdem weiter gestiegen ist!
00:22:45: Es hat drei Viertel der Gebäude in Europa gelten als nicht energieeffizient.
00:22:50: Aber im Rahmen des Maßnahmenpakets Green Deal sollen bis-Zwe-Tausen-Dreißig europaweit rund dreißig Millionen Gebäuden energetisch saniert werden.
00:23:00: Dächer und Fassaden sollen besser gedämmt, alte Fenster ausgetauscht und Heizungen auf erneuerbare Energien umgestellt sein.
00:23:07: Die Europäische Union hat sich also ein ziemlich großes Ziel gesetzt – Europas Gebäude sollen klimafreundlicher werden!
00:23:14: Das Ding ist nur….
00:23:15: wir haben hier im Jahr für die Zeit bis zum Ende des Jahres.
00:23:18: Und wir sind von dem Ziel, thirty-fünf Millionen Gebäuden energetisch zu sanieren noch weit entfernt.
00:23:25: Dabei sollten wir aber nicht außer Acht lassen, dass diese Zahl keine gesetzliche Vorgabe, sondern lediglich ein formuliertes Ziel der Politik ist.
00:23:34: Die jährliche Sanierungsrate liegt laut der Europäischen Kommission im Schnitt bei etwa einem Prozent.
00:23:39: Um die Klimaziele aus dem Green Deal zu erreichen, müsste sie sich ungefähr verdreifachen.
00:23:45: Auch Deutschland kommt dazu langsam voran!
00:23:48: Hier lag zwei Tausend vierundzwanzig die jährlichen Sanierungskwote bei gerade einmal rund Nullkommasieben Prozent.
00:23:54: Fachleute halten dagegen etwa zwei Prozent pro Jahr für nötig, wenn Deutschland seine Klimaziele erreichen will.
00:24:02: Auch der Expertenrat für Klimafragen kommt zu dem Schluss.
00:24:06: Der Gebäude-Sektor wird seine Klimaziele voraussichtlich auch bis zu den Jahren im Jahr und im Jahr.
00:24:16: Wir bei Korrektiv Europe betrachten Themen immer europaweit.
00:24:20: Im nächsten Teil geht es nach Griechenland – und nach Polen!
00:24:24: Um die Situation dort besser zu verstehen… haben wir auch mit Kolleginnen vor Ort gesprochen.
00:24:29: Die Kollegin in Griechenland ist übrigens Teil unseres Netzwerks aus lokalen und freien Medienschaffenden in Europa, und sie hat mit dem Demolition Atlas Europe gearbeitet.
00:24:40: Danae Maragoudaki ist Journalistin – sie arbeitet bei dem gemeinnützigen Investigativ-Medium Solomon, das in Athen sitzt.
00:24:48: Die Kolleginnen Griecheland hat sich bei einer ihrer Recherchen unter anderem.
00:24:55: Den Link zu dem Text findet ihr in den Show-Notes.
00:24:58: Es geht um ein zweistückiges Wohnhaus, ein typisches Beispiel für die moderne griechische Architektur der neunzehnundertreißiger Jahre.
00:25:06: Gebaut wurde das Haus neunzenundundfünfunddreißig – siebenundachtzig Jahre lang blieb es im Privatbesitz.
00:25:12: Dann, im Jahr zwentzwanzig wechselte es den Eigentümer.
00:25:17: Neuer Besitzer wurde Diamona Grease
00:25:19: S.A.,
00:25:20: Ein Unternehmen mit israelischen Eigentümern.
00:25:24: Es gehört zu einer Reihe von Immobilien-Unternehmen, die in den vergangenen Jahren das Bild des Athener Wohnungsmarktes zunehmend verändert haben.
00:25:32: Und dann am XXV April, twenty-fünfundzwanzig begann der Abriss des zweistöckigen Hauses.
00:25:39: Es waren ca.
00:25:39: sixhundert und zweinteinigteam, mehr als tausende und zweihunderte in den Jahrhunderten.
00:25:47: Die Einwohner haben das Bündnis für die Bildungskapazität verwendet, wenn sie eine hohe Struktur der Demolisse sind, die ein Incentiv ist, das macht Steering-Down einfacher, schneller und mehr profitabel als Presse.
00:26:14: Währenddessen sind die Renovationen ungefähr drei Mal mehr wertvoller als neue Konstruktion.
00:26:20: Die Reporterin
00:26:30: Danae Maragudaki berichtet von einer deutlichen Zunahme von Abriss- und Neubau in Griechenland.
00:26:37: Der Grund scheint häufig der finanzielle Profit für Investoren zu sein, wie auch in Deutschland bietet in Griefenland den Neubaus nicht nur die Möglichkeit sondern ist im Prozess günstiger als zu renovieren.
00:26:51: Ein Beispiel dafür ist das Gebäude in Athen, dass wir bereits erwähnt haben.
00:26:55: Laut Unterlagen die Solomon und dem Board of Architecture PE eingesehen wurden hatte der zuständige Zentralsektor den Abriss zunächst einstimmig abgelehnt Die Begründung des Gebäudes sei von besonderem Architektonischen – und somit auch historischem Interesse.
00:27:14: Doch die endgültige Zuständigkeit liegt bei der Behörde für Architektur, Bauordnung und Lizenzierung.
00:27:20: Offenbar kamen sie letztlich zu dem Schluss, dass das Gebäude abgerissen werden muss.
00:27:25: Ein seiner Stelle soll nach Angaben des Unternehmens ein Wohngebäude mit neunundzwanzig Wohnungen und vier Tiefgaragen-Stellplätzen entstehen.
00:27:34: Im entsprechenden Begründungsbericht schreibt der Projektingenieur den Neubau werde die städtische Front der Straßen samt vervollständigen Vorgesehen seien Gebäude moderner Formsprache, dass sich harmonisch in die angrenzenden und umliegenden mehrgeschössigen Gebäudere infüge.
00:27:50: Und diese Geschichte ist nach Recherchen von Solomon kein
00:27:53: Einzelfall.".
00:27:55: In the same time officials basically insist that they do preserve monuments and modern heritage buildings... ...and are never demolished except from when they're structurally unsound.
00:28:07: but what experts warn in Greece is ohne einen langsamer Plan, die nächstes Jahr noch eine Wege der Demolitionen bringen könnte, dass wir nicht nur die Wohnungen, sondern auch die physische Erinnerung der modernen Griechlande erheben.
00:28:24: In Griechen ist die größte Touristik-Exploitation des realen Staates, besonders seit der Pandemie, den Verzweiflung der Länder architekturale Hörgänze betreffen.
00:28:34: Dort gibt es Wohnen, um für Hotels, Rentalkommunikationen zu machen und sie werden oft von Investoren die in der Wider-Publik sind.
00:28:44: zwischen dem Jahrzehnt und dem Jahrzweck waren es fast acht Tausend Paraments für eine Volldämonik, die sich durch das ganze Land verwendet haben.
00:28:53: Die Experten sprechen also von einer Sorge des Dämonischen im Jahr seit der Pandemie.
00:28:58: Sie warnen auch, dass diese zentralen Gebiete, die für uns aus den Neunzehnten bis zum Jahrzehrzehnte sind, die größte Risiko sind.
00:29:07: Während ein Betrieb von acht Prozent von Athens vor dem Jahrhundert Aheridad has already been lost.
00:29:14: This is a big thing for us, however the phenomenon isn't limited to
00:29:19: Athens.".
00:29:20: The Naie-Maragaudakey berichtet, dass zwischen two thousand nineteen und zwei tausend fünfundzwanzig landesweit fast achttausend Genehmigungen für den vollständigen Abriss erteilt wurden.
00:29:32: Nach ihrer Recherche ist eine der größten Gründe die Veränderung auf dem Immobilienmarkt der boomende Tourismus im Land.
00:29:39: Alte Gebäude, insbesondere außer Zeit vor neunzehntvierzig müssen zunehmend Ferienunterkünften weichen.
00:29:46: Diese Neubauten prägen das Stadtbild immer stärker und verdrängen dabei nicht nur alte Gebäuden sondern auch Erinnerungen, Traditionen und gewachsene Strukturen aus den Vierteln.
00:29:57: Denai Maragoudaki berichtet dass sie auch parallel zu dem Fall der Diamona sieht – dem vom Anfang dieses Teils.
00:30:05: Sie hat recherchiert, dass zum Konzern Tochtergesellschaften in Griechenland, Deutschland und in Litauen gehören.
00:30:12: Die nach Unternehmungsangaben zahlreiche Immobilienintervention verwalten.
00:30:16: Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben seit Jahrzehnten auf dem europäischen Immobiliemarkt aktiv und hat seitdem Immobilier im Wert von mehr als einer Milliarden Euro gekauft und verkauft.
00:30:29: Zum Beispiel tritt die Unternehmensgruppe im Deutschen Berlin unter anderem als Diamona und Harnisch auf, und gibt an dort mehr als twelvehundert Wohnungen geschaffen zu haben.
00:30:40: Doch zahlreiche Projekte stießen auf Kritik von Anwohnern und Mieterinitiativen.
00:30:45: Der Vorwurf durch die Projekten werden miedende verdrängt, Preise erhöht – und damit auch die soziale und kulturelle Zusammensetzung ganzer Kieze verändert!
00:30:56: Dennei Maragodaki sagt, dass diese Gebäude Gefäße der Erinnerung sein.
00:31:01: Der Charakter in einer Stadt wird nicht nur von ihren Bewohnern geprägt sondern auch von den Gebäuden die ihre Geschichte erzählen.
00:31:08: und genau hier beginnt er eigentliche Konflikt Was sollte eine Stadt bewahren?
00:31:14: Und was darf sich verändern ohne das dabei Ihre Lokalidentität vollkommen verloren geht?
00:31:23: Im nächsten Abschnitt schauen wir nach Polen.
00:31:25: Unser Kollege Wojciech Korsz von Okopress hat sich mit der Zukunft der dortigen Plattenbauten beschäftigt.
00:31:32: Er berichtet, dass es in Polen schätzungsweise sechzigtausend solcher Gebäude gibt.
00:31:38: Sie wurden hauptsächlich zwischen Anfang der neunzehntetsechziger und Ende der neunsundachtziger Jahre errichtet.
00:31:45: Heute leben dort rund zwölf Millionen Menschen – also etwa ein Drittel der gesamten Bevölkerung!
00:31:51: Das bedeutet, dass die Hälfte von Faktoren aus konkreten Palänsen verabschiedet wurden.
00:31:59: Ich habe mich über Pläne zu beobachten, um einige davon zu erzielen, alongside Headlines, anstatt dass gesamte Staaten in den nächsten zwentig- und tretten Jahren verschwunden werden können.
00:32:09: Die ältesten von ihnen wären jährlich ca.
00:32:10: hundert Jahre alt.
00:32:11: Zum Beispiel Lubee ist eine Stadt im Südwesten polnisch bekannt für ihre Koperminie.
00:32:16: Die Stadt möchte vier Hälften entfernen, um eine historische Kirche und alte Städte zu explodieren.
00:32:22: Die Gebäude waren für die Demolition in ein Lokalplan im Jahrhundert vorhin.
00:32:25: Die Residenzen haben sich aber zurückgerufen, dass ihre Gebäuden in gutem Konditionen sind und den Preis auf der Flasche geübt worden ist.
00:32:33: Die Sorgen sind, dass das Verzweifelte, was sie haben, extra zu verabschieden.
00:32:40: Poland ist eines der EU-Konzerne mit dem schlechtesten Rage von Wagen um eine Konzentration zu verkaufen.
00:32:45: Für die Residenz, der Prospekt des mehr attraktiven Stadtentwurfs ist ein bisschen größer als einen aktuellen Ort zu leben.
00:32:53: Or move into a new one.
00:32:55: Woeczech Koch berichtet, dass einige dieser Plattenbauten in den kommenden zwanzig oder dreißig Jahren abgerissen werden könnten – möglicherweise sogar ganze Wohnsiedlung.
00:33:06: Als Beispiel nennt er eine Stadt im Südwesten Polens die Plan vier Plattenbauten abzureisen und dem Blick auf eine historische Kirche und Teile der alten Stadtmauer freizulegen.
00:33:17: Die Bewohner fürchten das sie sich die neuen Wohnraum möglicherweise nicht leisten können Doch das ist nicht der einzige Grund für ihren Widerstand.
00:33:25: Sie sind auch der Meinung, dass ihre Wohnungen nach wie vor in einem guten Zustand sind.
00:33:30: Wie lange ein Plattenbau genutzt werden kann hängt allerdings von mehreren Faktoren ab – vom Zustand der Betonplatten und ihrer Verbindungen, von der Qualität der ursprünglichen Bauausführung und vor allem davon, wie gut das Gebäude über die Jahrzehnte in Stand gehalten wurde.
00:33:47: Das Alter Alleiner sagt deshalb wenig über die Sicherheit eines Gebäudes aus.
00:33:51: Ein Plattenbau wird nicht automatisch nach fünfzig oder nach siebzig Jahren unbewohnbar.
00:33:57: Viele ältere Gebäude haben allerdings Probleme, Fugen und Verbindungen können sich verschlechtern – der Beton kann Schäden auch weisen.
00:34:05: Hinzu kommen veraltete Dämmungen- und Haustechnik.
00:34:08: Der Sanierungsbedarf kann also auch ziemlich groß sein!
00:34:12: Und solche Maßnahmen können die Lebensdauer der Gebäud deutlich verlängern — unbezahlbaren Wohnraum sichern.
00:34:18: In Kielze in Törm, die Stadt war zu demolieren ein empty prefabrikierter Block und mit sozialem Haus aufzulegen.
00:34:25: Während der City Hall hat er gemerkt, dass das Bildungsstruktur-Fahrt von dem Stau ist, liegt das Problem im verletzten Inneren und adaptiert den Schmerzen und Stärkasten zur Monitorequirementszeit.
00:34:36: Bezüglich des unterliegenden Rationale werden individuelle Demolition-Storien fast immer Headlines über die Zukunft der ganzen Staates sein.
00:34:44: despite worries about the standards that prefabricated apartment blocks might have not met, whatever little research there has been on it found no real safety threats to main structure elements of buildings examined.
00:34:56: Problems were identified in connections in exterior wall panels.
00:35:00: A wave of thermal modernization of whole apartment block estates brought about improvements in their energy efficiency and resilience to adverse weather conditions.
00:35:09: Last but not least, a point of enraised is that these old prefabrikated blocks or flats might not be the prettiest in this world.
00:35:16: But the estates they comprise sometimes whole districts infact are among best designed importance for green areas playgrounds for kids or public transit links something new commercially developed states often don't have.
00:35:30: That adds strong argument to maintain them Viewed from those perspective.
00:35:34: there's no simply machines for living as the Corbusier famously said Aber die Fabrike von der Stadt, das wird heute unter Marktkonditionen
00:35:50: kreieren.
00:36:05: Geht es um mehr als nur die Frage, wo werden die Menschen künftig wohnen?
00:36:10: Auch da geht es um die gewachsene Nachbarschaften und um das Umfeld, dass rund um diese Siedlungen entstanden sind.
00:36:17: Wolchech Koch hofft, dass in den kommenden Jahrzehnten beides passieren wird – das Gebäude saniert werden und andere abgerissen.
00:36:25: Die meisten Plattenbauten dürften modernisiert weiter genutzt werden!
00:36:29: Bei einigen könnte es allerdings wirtschaftlich oder auch städtebaulich sinnvoller sein, sie durch neue Bauten zu ersetzen.
00:36:36: Und letztlich stellt sich auch hier immer wieder dieselbe Frage – lohnt sich die Sanierung?
00:36:41: Oder ist es sinnvoll erneut zu bauen?
00:36:48: Zusammenfassend lässt sich sagen dass der Abriss ein extrem komplexes Thema ist das sich quer durch unsere Wirtschaft und die Gesellschaft zieht.
00:36:58: Kurz gedacht scheint es für die Wirtschaft oft attraktiver zu sein, abzubeisen und neu zu bauen.
00:37:04: Den alten Gebäude passen nicht immer zu den Vorstellungen moderner Architektur – sie haben manchmal ungünstige Grundrisse oder bieten im Verhältnis zum teuren Grundstück zu wenig Nutzfläche.
00:37:15: Ein Neubau kann dann deutlich interessanter sein, nicht nur für Investoren sondern auch für diverse beteiligte Branchen.
00:37:22: Doch mit jedem Abriss gehen nicht nur Gebäuden verloren!
00:37:25: Nimm ein Zuhause für Menschen, wie die in der Siedlung Litterode entstehen beim Abreisen große Mengen an Abfall und an Emission.
00:37:34: Und mit dem Gebäude verschwinden auch häufig die Ressourcen, die bereits darin stecken – Stahlbeton, Mauerwerk, Estrich – und die Energie, die für ihre Herstellung einmal aufgewendet wurde.
00:37:46: Der Erhalt des Gebäudegestandes ist also eine Frage der Nachhaltigkeit.
00:37:50: Langfristig kann eben das erhalten deutlich günstiger sein!
00:37:55: Wenn er so bauend nachhaltiger werden soll, müssen wir bestehende Gebäude möglichst lange nutzen.
00:38:00: Sanieren statt abreißen erhalten statt wegwerfen Doch dafür bräuchte es eine flächendeckende Bauwende.
00:38:11: Das Gute ist das auf der Ebene der europäischen Institution erkannt wurde dass wir mehr renovieren sollten Denn nur ein Viertel der Gebäuden in Europa gilt als energieeffizient.
00:38:22: Die Gebäude in Europa sollen klimafit gemacht werden, eben durch Sanierungen nicht nur durch Abriss – damit Emissionen gespart werden.
00:38:30: Aber trotzdem wird es weiter abgerissen und zwar in beachtlicher Menge!
00:38:34: Und nicht im entsprechenden Verhältnis zu Sanierungs- und Umbaumaßnahmen.
00:38:38: Wie viele Gebäuden tatsächlich abgerisen werden weist die EU selbst gar nicht genau?
00:38:44: Die Daten werden im Mitgliedstaaten nur selten und nicht einheitlich erfasst.
00:38:48: Eine europaweit Statistik gibt das deshalb nicht.
00:38:52: Wenn Abriss und Neubau für einzelne Akteure wirtschaftlich attraktiv sind, die Kosten für Bauschut, Ressourcenverbrauch, Emissionen oder steigende Mieten aber von der Gesellschaft getragen werden – das Gemeinwohl und die Folgen für die Natur außer Acht gelassen werden?
00:39:08: stellt sich eine grundsätzliche Frage.
00:39:11: Warum fördern unsere Regeln eigentlich den Neubaur mit neuen Materialien und nicht stärker das Sanieren mit dem was schon da ist?
00:39:19: wenn wir das so fortführen könnten bis zum Mitte des Jahrhunderts rund zwei Milliarden Quadratmeter Wohnfläche einfach verschwinden.
00:39:29: Das ergeben Berechnung der Initiative Haus Europe – dabei könnte vieles davon erhalten bleiben!
00:39:34: Betrachtet man die klimatischen Entwicklungen und die in unseren demokratischen Gesellschaften, sollten wir uns wohl die Frage stellen… Können wir uns Abriss in diesem Maße überhaupt noch leisten?
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